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Bezirkstagspräsident Martin Sailer: „Wir lassen die schwäbische Kulturszene nicht im Stich“

26.03.2020 Über eine große Zahl an Anträgen zur Musik- und zur Theaterförderung für geplante Aktivitäten in diesem Jahr hätte der Kultur- und Europa-Ausschuss des Bezirks Schwaben bei seiner Sitzung im März zu entscheiden gehabt. Auch die Beratungen der Bezirksrätinnen und Bezirksräte wurden jedoch aufgrund der Coronakrise ausgesetzt. „Dennoch wollen wir ein starkes Zeichen für die schwäbische Kulturszene setzen“, so Bezirkstagspräsident Martin Sailer.

Bezirkstagspräsident von Schwaben: Martin Sailer (Bild: Julia Pietsch)

„Um den Veranstaltern Planungssicherheit zu geben und ihnen in dieser schwierigen Zeit beizustehen, werden alle gestellten Anträge, die unseren Richtlinien entsprechen, bewilligt“, betont Sailer. Darüber hinaus wird auch den Künstlern geholfen, die für bezirkseigene Veranstaltungen, beispielsweise in Schloss Höchstädt und Kloster Thierhaupten, gebucht waren. Trotz Absagen der Konzerte und Theateraufführungen erhalten sie die vereinbarten Gagen, die Möglichkeit, die Veranstaltungen zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen, wird geprüft. „Freiberufliche Kulturschaffende und die Veranstalter von Konzerten und Theateraufführungen, die oftmals ein hohes finanzielles und ehrenamtliches Engagement aufbringen, trifft diese Zeit sehr hart – wir wollen aber dazu beitragen, dass auch nach Corona die kulturelle Vielfalt in Schwaben erhalten bleibt“, erläutert der Bezirkstagspräsident. „Das Wichtigste ist in der Nach-Corona-Zeit, gemeinsam mit all den Kulturschaffenden und den Ebenen, die Kultur fördern, zu überlegen, wie wir das kulturelle Leben schrittweise wieder in Gang setzen können“, äußerte Martin Sailer in einem Interview mit der Redaktion von „a3kultur“. Der Bezirk Schwaben biete sich hierfür als Koordinator und Ansprechpartner an.

Folgende Kulturträger erhalten die beantragte Unterstützung für ihre geplanten Veranstaltungen durch den Bezirk Schwaben, unabhängig davon, ob sie durchgeführt werden können oder nicht:

Im Allgäu sind dies das 15. Internationale Festival der Kammermusik „CLASSIX Kempten“, das Festival „vielsaitig“ in Füssen, der 20. „Kemptener TANZherbst“, die Oberallgäuer Meisterkonzerte, der Oberstdorfer Musiksommer, die Ottobeurer Konzerte sowie das Landes-Jugendjazzorchester Bayern, in dem rund 60 talentierte junge Musik aus Schwaben spielen. Die Geschäftsstelle des Orchesters hat ihren Sitz in der Musikakademie Marktoberdorf.

In den Landkreisen Neu-Ulm und Günzburg wurden die Anträge des DIADEMUS-Festivals Kloster Roggenburg, des Festivals „Junge Künstler Illertissen“, das „Junge Mindelfestival“ des Vereins Kunstschmiede im Landkreis Günzburg, ein Projekt der Schwäbischen Chorgemeinschaft Ichenhausen in Zusammenarbeit mit dem Mozartchor Augsburg sowie dem Internationalen Mozartorchester und das „Weissenhorn Kammermusikfestival“ bewilligt.
In Augsburg werden die „Konzerte im Fronhof“ unterstützt. Ebenso wird das Internationale Violinfestival in Oettingen (Landkreis Donau-Ries) gefördert.

Auf Grundlage der Theaterförderrichtlinien des Bezirks Schwaben gibt es die Zuschüsse für die Bayerischen Theatertage 2020, die am Landestheater Schwaben in Memmingen stattfinden sollen, für das Moussong Theater sowie für „Fritz und Freunde“ mit Sitz in Augsburg, das Topolino-Figurentheater aus Neu-Ulm sowie für ein geplantes Projekt des S´ensemble Theaters Augsburg in Zusammenarbeit mit dem Neuen Theater Burgau.

Kategorien: Kultur und Heimatpflege

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