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Bundesweiter „Aktionstag gegen den Schmerz"

23.05.2018 Das interdisziplinäre Schmerzzentrum am Bezirkskrankenhaus (BKH) Günzburg beteiligt sich am Dienstag, 5. Juni, am bundesweiten „Aktionstag gegen den Schmerz“.

An diesem Tag machen die Deutsche Schmerzgesellschaft und ihre Partnerorganisationen auf die lückenhafte Versorgung von vielen Millionen Menschen aufmerksam, die an chronischen Schmerzen leiden. Von 9 bis 18 Uhr ist eine bundesweite kostenlose Telefon-Hotline eingerichtet. Dort beantworten mehrere Dutzend Experten Patientenfragen rund um das Thema Schmerz, darunter Oberarzt Timo Müller, Leiter des interdisziplinären Schmerzzentrums am BKH.

Etwa 23 Millionen Deutsche (28 Prozent) berichten über chronische Schmerzen. Bei fast allen sind diese nicht durch Tumorerkrankungen hervorgerufen. Bei sechs Millionen Deutschen sind die chronischen Schmerzen so deutlich ausgeprägt, dass sie sich im Alltag und im Berufsleben beeinträchtigt fühlen. Die Zahl derer, die unter chronischen, nicht tumorbedingten Schmerzen und unter damit assoziierten psychischen Beeinträchtigungen leiden, liegt in Deutschland bei 2,2 Millionen. Die Versorgung von Schmerzpatienten in Deutschland ist jedoch lückenhaft. Information, Beratung und Aufklärung der Patienten sind daher die Ziele des 7. Aktionstags gegen den Schmerz.

„Wichtig für eine wirksame Therapie ist ein umfassendes und individuelles Konzept, das neben Arzneimitteln auch nichtmedikamentöse Therapien berücksichtigt", sagt Oberarzt Timo Müller, Leiter des interdisziplinären Schmerzzentrums, das Teil der Klinik für Neurologie und Neurologische Rehabilitation am BKH Günzburg ist.

In seinem Anliegen wird er unterstützt von der Deutschen Schmerzgesellschaft, der mit mehr als 3500 Mitgliedern größten wissenschaftlichen Schmerzgesellschaft Europas. „Chronische Schmerzen beeinflussen massiv das Leben der Betroffenen. Zugleich entstehen durch Krankschreibungen und Frühverrentungen hohe Kosten für die Allgemeinheit. Das Thema Schmerz muss weit nach oben auf die Agenda der Gesundheitspolitik", fordert Thomas Isenberg, Geschäftsführer der Deutschen Schmerzgesellschaft.

Hinweis: Die kostenlose Patienten-Hotline ist am 5. Juni von 9 bis 18 Uhr unter Telefon 0800-1818120 geschaltet. Mit dabei ist Oberarzt Timo Müller, Leiter des interdisziplinären Schmerzzentrums am BKH Günzburg.

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Kategorien: Gesundheit