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Französischer Generalkonsul besucht Bezirk Schwaben

Vor der Europa-Flagge: (v. l.) Honorarkonsul Patrice Pélissier, BTP Martin Sailer, Generalkonsul Pierre Lanapats
v. l. Honorarkonsul Pélissier, BTP Sailer, Generalkonsul Lanapats (Bild: Daniel Beiter)

06.12.2019 Zu einem Kennenlerngespräch lud Bezirkstagspräsident Martin Sailer den für Bayern zuständigen Generalkonsul Frankreichs in München, Pierre Lanapats. Ihn begleitete Honorarkonsul Patrice Pélissier, der in Augsburg lebt und die Region Schwaben betreut. Themen waren die gemeinsame Regionalpartnerschaft, die der Bezirk Schwaben und das nordwestfranzösische Département de la Mayenne seit über 30 Jahren mit Leben erfüllen.

Augsburg (pm). „Eine Selbstverständlichkeit sollte es bleiben, den Grundstein für eine erfolgreiche europäische Verständigung schon bei unseren Kindern und Jugendlichen zu setzen“, engagierte sich der Generalkonsul. „Und gerade jetzt, wo die Zeiten schwieriger werden, können wir uns nur so gut unterhalten, weil wir das stabile Fundament unserer deutsch-französischen Freundschaft ─ angestoßen und ermutigt durch den Elysée-Vertrag von 1963 ─ seit langem gelegt haben“, setzte er fort. Sailer unterstrich die „grenzenlose Freundschaft“ von Mensch zu Mensch, die unsere Regionalpartnerschaft erlebbar macht und zeigt, wie weit wir in eine Schicksalsgemeinschaft eingebunden sind. Lanapats appellierte: „Wir dürfen unsere Freundschaft nicht bagatellisieren oder gar einschlafen lassen. Dann entfremdet man sich und die Vorurteile wachsen.“ Übereinstimmend sehen Lanapats und Sailer keine zwei Länder auf der Welt, die wirtschaftlich, politisch und auf der Ebene der Zivilgesellschaften so eng miteinander verbunden sind wie Deutschland und Frankreich.

Für die junge Generation ist das Thema „Versöhnung der einstigen Erbfeinde" längst Geschichte. Heute sucht man nach gemeinsamen Lösungen in den Fragen der Umwelt, der sozialen Gerechtigkeit oder der Jugendarbeitslosigkeit: „Viele unserer 22 Partnergemeinden haben diese Themen aufgegriffen", schildert Sailer die Herausforderungen. „Sie sprechen über kommunale Erfahrungen in den Bereichen erneuerbare Energien, Stadtentwicklung, Bildungssystem, über den Umgang mit natürlichen Ressourcen.“ Um den Europagedanken weiter voranzutreiben, möchte der Bezirkstagspräsident den beiderseitigen Austausch der Partnerregionen intensivieren und kann sich vorstellen, dass man vermehrt Schülern, aber auch jungen Berufstätigen in Ausbildung diese Auslandserfahrung mit auf den Lebensweg geben sollte.

Kategorien: Europa, Bezirk Schwaben

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