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Haus Bonatz: Bezirk Schwaben und Marktgemeinde Oberstdorf füllen Schmuckstück mit Leben

31.07.2019 „Das ist ein wahres Schmuckstück“, zeigte sich Bezirkstagspräsident Martin Sailer bei seinem ersten Besuch im Haus Bonatz in Oberstdorf begeistert. „Und es ist ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, wie der Bezirk Schwaben im Zusammenwirken mit der kommunalen Ebene dazu beitragen kann, solche besonderen Objekte der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.“

Im Bild vorne: Bürgermeister Laurent O. Mies (links) und Bezirkstagspräsident Martin Sailer (rechts) bei der Erneuerung des Vertrags zum Betrieb von Haus Bonatz, im Hintergrund weiterer stellvertretender Bezirkstagspräsident Edgar Rölz und der Beteiligungsbeauftragte des Schwäbischen Bezirkstags, Herbert Pressl.
Bürgermeister Laurent O. Mies (vorne links) und Bezirkstagspräsident Martin Sailer (vorne rechts) bei der Erneuerung des Vertrags zum Betrieb von Haus Bonatz. (Bild: Birgit Böllinger / Bezirk Schwaben)

1936 errichtete sich der berühmte Stuttgarter Architekt Paul Bonatz, der unter anderem den Stuttgarter Hauptbahnhof und das Opernhaus in Ankara entworfen hatte, ein Ferienhaus im Oberstdorfer Ortsteil Kornau. Das idyllisch am Hang gelegene Holzhaus steht heute unter Denkmalschutz. 1953 hatte es der schwäbische Volksschriftsteller Arthur Maximilian Miller (1901 bis 1992) erworben, der darin bis 1989 mit seiner Ehefrau lebte und arbeitete.

Dass die „Dichterstube“ heute wieder öffentlich zugänglich ist und in dem Haus neben Dauerausstellungen zu den beiden früheren berühmten Bewohnern ein zusätzliches wechselndes Kulturangebot stattfindet, das ist einer besonderen Zusammenarbeit zu verdanken: Als Eigentümer hat der Bezirk Schwaben einen Vertrag mit der Marktgemeinde Oberstdorf geschlossen, die das Haus vor Ort bewirtschaftet. Der Kulturverein Villa Jauss belebt das Haus vor Ort mit wechselnden Ausstellungen und Kulturangeboten.
„Das ist eine gute Zusammenarbeit, die das Kulturleben in Oberstdorf bereichert“, betonte Bürgermeister Laurent O. Mies beim Ortstermin. Dass der Vertrag zwischen dem Bezirk Schwaben und der Marktgemeinde nun verlängert wurde, freute auch Angela Blüml, Vorsitzende der Initiative Villa Jauss: „Haus Bonatz ist einfach ein sehr schöner Ort, um kleinere Konzerte, Stubenmusik, Lesungen oder Vorträge anzubieten.“

Der Bezirk Schwaben bekam von Arthur Maximilian Miller das Haus 1990 übertragen, eine bezirkseigene Stiftung kümmert sich seither sowohl um die Pflege des dichterischen Nachlasses als auch um das Anwesen. Nach einer denkmalpflegerischen Sanierung wurde das Haus Bonatz, das auch einen Einblick in die Bibliothek und Schreibstube des Dichters bietet, mit den Ausstellungen zu Leben und Werk von Miller und Bonatz bereichert. „Ohne das Engagement der Marktgemeinde und der kulturbegeisterten Bürger vor Ort würde das Haus, so schön es auch ausgestattet ist, jedoch in einem Dämmerschlag versinken“, so Bezirkstagspräsident Martin Sailer. Auch die beiden anwesenden Bezirksräte Edgar Rölz, weiterer stellvertretender Bezirkstagspräsident und 1. Bürgermeister der Verwaltungsgemeinschaft Hörnergruppe sowie Herbert Pressl, Beteiligungsbeauftragter des Schwäbischen Bezirkstags, hoben die gelungene Zusammenarbeit positiv hervor.

Kategorien: Kultur und Heimatpflege