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MVZ Günzburg ist inzwischen auch in Krumbach vertreten

24.07.2020 Das Medizinische Versorgungzentrum (MVZ) für Neurologie und Neurochirurgie Günzburg gibt es inzwischen seit fünf Jahren. Zwischen 4100 und 4200 Patientinnen und Patienten pro Quartal werden dort ambulant behandelt.

Neu ist, dass das MVZ Günzburg mittlerweile auch in Krumbach vertreten ist. Dort übernahm es zum 1. April den Kassenarztsitz von Dr. Günter Deißler. Personelle Veränderungen gab es am Stammsitz auf dem Gelände des Bezirkskrankenhauses (BKH) in Günzburg: Nervenarzt Dr. Thomas Endrös ist in den Ruhestand gegangen (siehe eigener Bericht). Für ihn sind Timo Müller, Dr. Martin Schack (beide Neurologie) und zuletzt Dr. Peter Merz (Psychiatrie und Psychotherapie) nach und nach neu ins Team gerückt.

Mit Dr. med. Günter Deißler, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie in Krumbach, und seinem Team hat das MVZ Günzburg schon seit längerem eng zusammengearbeitet. „Herr Dr. Deißler ist 70 Jahre alt und will so langsam in den Ruhestand gehen. Nun bot sich die Gelegenheit, seine Praxis komplett zu übernehmen“, berichtet kaufmännischer Leiter Stephan Graf. Gesagt, getan: Zum 1. April übernahm die „MVZ Günzburg gGmbH“, eine hundertprozentige Tochter der Bezirkskliniken Schwaben, die Praxis im Ärztehaus am Krumbacher Bahnhof „so wie sie ist“: mit kompletter Einrichtung und dem gesamten Personal. Der Betrieb lief nahtlos weiter. Der niedergelassene Facharzt bietet nach wie vor das gesamte Spektrum an Leistungen im Bereich der Neurologie und Psychiatrie an. Zwischen 1100 und 1200 Patientinnen und Patienten im Quartal kommen zur ambulanten Behandlung hierher. Sollte sich Dr. Deißler nächstes Jahr in den Ruhestand verabschieden, könnte es zu einem personellen Wechsel kommen.

Der ist im Haus 22 auf dem Günzburger BKH-Gelände, wo das MVZ seinen Stammsitz hat, bereits vollzogen. Dr. Thomas Endrös hat sich verabschiedet, die drei Nachfolger, die sich seinen Sitz aufgeteilt haben, haben ihre Tätigkeit aufgenommen. Daneben gibt es drei neurochirurgische Vertragsarztsitze unter dem Dach des MVZ, die insgesamt neun chirurgische Fachärzte besetzen. Sie kommen zumeist aus der benachbarten Klinik für Neurochirurgie am BKH Günzburg und arbeiten dort in der überwiegenden Zeit. Einen weiteren halben Sitz im Bereich Psychologische Psychotherapie hat Barbara Riedhammer inne. Die psychologische Psychotherapeutin hat sich auf Verhaltenstherapie, Psychoonkologie und spezielle Schmerzpsychotherapie spezialisiert. Damit verfügt das MVZ Günzburg inzwischen über 5,5 Vertragsarztsitze. Es steht unter der ärztlichen Leitung des Neurochirurgen Dr. Jens Engelke.

Die Einrichtung gleicht einer Gemeinschaftspraxis und befindet sich im Haus 22 (Ludwig-Heilmeyer-Straße 2) in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Kliniken für Neurochirurgie und Neurologie. Das Medizinische Versorgungszentrum versteht sich nicht als Konkurrenz zu den niedergelassenen Ärzten, sondern als Ergänzung zur bisher angebotenen Versorgungssituation. „Wir haben sehr viele Patienten, die Entwicklung ist gut“, zieht Geschäftsführer Graf eine positive Bilanz nach fünf Jahren. Das MVZ Günzburg habe sich gut etabliert. Es sei gelungen, bestimmte Bereiche zu erweitern. „Uns liegt insbesondere die Schmerzbehandlung in Kombination mit Psychotherapie am Herzen“, sagt Graf. Ziele seien, im Bereich der Neurochirurgie Spezialsprechstunden in der ambulanten Versorgung anzubieten und die Zahl der ambulanten Operationen auszuweiten.

Ansonsten bietet das MVZ das gesamte Spektrum bei neurologischen und neurochirurgischen Beschwerden und Krankheiten an: von Schwindel, MS oder Bandscheibenvorfall bis hin zum Verdacht auf eine Hirnblutung oder eine Tumorerkrankung im Nervenbereich. Karpaltunnelsyndrome (eingeengte Nerven im Handgelenk) werden hier ambulant operiert. Stationäre Eingriffe erfolgen durch die Neurochirurgische Klinik in den Operationssälen des Nachbarhauses (Haus 25).

Wenn demnächst das neue Radiologiezentrum auf dem BKH-Gelände nebenan vollständig in Betrieb geht, könnten im Haus 22 Räume frei werden, die das MVZ nutzen kann. Letzteres ist aktuell zu 100 Prozent ausgelastet. Laut Graf ist angedacht, der Einrichtung zwei zusätzliche Räume für das ambulante Operieren zur Verfügung zu stellen. „Unser Wunsch ist, zwei bis drei weitere Behandlungsräume und eine neue Anmeldung für die Neurochirurgie zu etablieren“, sagt der kaufmännische Leiter. Aktuell werden im Unterschoss von Haus 22 Räume für das Archiv des BKH Günzburg sowie ein Verabschiedungsraum für Angehörige von Verstorbenen geschaffen.

Kategorien: Gesundheit