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Soziales Kempten: Staatssekretärin Trautner und Bezirkstagspräsident Sailer besuchen inklusive Einrichtungen

16.09.2019 Bereits als Staatssekretärin im Bayerischen Staatsministerium für Unterrichtung und Kultus hat Carolina Trautner den Weg der Stadt Kempten zur Modellregion Inklusion, ein bayerisches Modellvorhaben, mitbegleitet. Nun überzeugte sie sich in anderer Funktion davon, wie gut und aktiv Inklusion in der kreisfreien Stadt gelebt wird: Die Staatssekretärin im Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales besuchte gemeinsam mit Bezirkstagspräsident Martin Sailer zwei Einrichtungen in Kempten, die Inklusion und Integration in besonderer Weise vorleben.

Martin Sailer und Carolina Trautner (v.r.) lassen sich von Anja Beil, Geschäftsführerin der InHoGa gGmbH das Gelände zeigen. (Bild: Birgit Böllinger)

Die Zusammenarbeit von Menschen mit und ohne Behinderung gehört im Hotel „St. Raphael im Allgäu“ zum Alltag. „Die Besonderheit bei uns ist, dass unsere Mitarbeiter nicht direkt aus den Werkstätten für Menschen mit Behinderung kommen, sondern nach dem Schulabschluss oder einer Ausbildung“, erläuterte Anja Beil, Geschäftsführerin der InHoGa gGmbH. Diese betreibt unter dem Dach der Katholischen Jugendfürsorge einige Integrationsunternehmen in Schwaben, darunter das Kemptener Hotel, das auch moderne Tagungsräumlichkeiten vorhält. Dass aus einem ehemaligen Ordensgebäude ein modernes und schickes Hotel mit inklusivem Hintergrund geworden sei, dies sei auch ein Zeichen für den Wandel in der Soziallandschaft, betonte Markus Mayer, Vorstandsvorsitzender der Katholischen Jugendfürsorge, gegenüber den beiden Politikern.

Im Anschluss an den Hotelbetrieb lernten Trautner und Sailer eine Wohnanlage mit besonderem Konzept kennen, die vor 25 Jahren eröffnet wurde und seither ein bundesweites Vorbild für integriertes Wohnen ist: Im „IWO“ Kempten leben Studenten, Menschen mit und ohne Behinderung, Familien, Alleinerziehende und Senioren unter dem Dach des kommunalen Wohnungsunternehmens „die Sozialbau“ zusammen. „Das Konzept der Nachbarschaftshilfe und der Bewohnervertretung wird hier vorbildlich gelebt“, würdigte Sozialstaatssekretärin Carolina Trautner. Deutlich werde dies an den vielen gemeinschaftlichen Aktivitäten.

Eine davon war die künstlerische Gestaltung der Hochwassermauer, die die Wohnanlage in Abgrenzung zur Iller bekam. Finanziert wurde das Projekt aus dem Geld vom „Miteinander-Preis“ des Bezirks Schwaben, den die Bewohnervertretung 2017 erhalten hatte. „Es ist schön, wenn dieses Geld für die Ehrenamtlichen dann wieder in ein gemeinsames Projekt fließt“, freute sich Bezirkstagspräsident Martin Sailer, der dann auch gemeinsam mit Bewohnern der ersten Stunde sowie im Beisein von Oberbürgermeister Thomas Kiechle die Hochwassermauer-Bemalung öffentlich einweihen durfte.

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Kategorien: Soziale Hilfen