Bezirk und Universität Augsburg erneuern Kooperationsvertrag

05. November 2021 : Der Lehrstuhl für Europäische Regionalgeschichte sowie Bayerische und Schwäbische Landesgeschichte wird auch über den Berufungszeitraum der aktuellen Lehrstuhlinhaberin Prof. Dr. Marita Krauss gemeinsam vom Bezirk Schwaben und der Universität Augsburg getragen. Dies bekräftigten der Bezirkstagspräsident des Bezirks Schwaben, Martin Sailer, sowie die Präsidentin der Universität Augsburg, Prof. Dr. Sabine Doering-Manteuffel, anlässlich der Unterzeichnung des erneuerten Kooperationsvertrags am 3. November 2021.

Bezirk unterstützt weiterhin die Erforschung der Europäischen Regionalgeschichte an der Universität Augsburg

Bereits seit 2006 kooperieren der Bezirk Schwaben und die Universität Augsburg in der Unterstützung und Ausstattung dieses Lehrstuhls. „Seither sind viele, sehr erfolgreiche Jahre des Zusammenwirkens von Universität und Bezirk vergangen, deren Forschungsergebnisse weit über Bayerisch-Schwaben hinausreichen“, erklärte Universitätspräsidentin Prof. Dr. Sabine Doering-Manteuffel. Sie dankte dem Bezirkstagspräsidenten für die langjährige exzellente Zusammenarbeit.

Bezirkstagspräsident Martin Sailer hob hervor, dass aus Sicht des Bezirks die Neufassung der Kooperationsvereinbarung sehr gern mitgetragen wird: „Für uns ist die eigene Geschichte und die Auseinandersetzung mit ihr ein sehr wichtiges Thema, das wir ganz bewusst unterstützen und in die Gesellschaft tragen möchten.“ Besonders der Aspekt der Verflechtung zwischen eigener Regionalgeschichte mit Entwicklungen in Europa sei sehr wichtig und spannend: „Daher war es auch uns wichtig, dass die Professur auch den Namen ‚Europäische Regionalgeschichte‘ trägt.“
Prof. Dr. Klaus Maiwald unterzeichnete als Dekan der Philologisch-Historischen Fakultät die erneuerte Kooperationsvereinbarung. Auch er ist dankbar, dass die Professur weiter und in Nachfolge von Frau Prof. Krauss, deren Berufungszeitraum Ende 2022 endet, von Bezirk Schwaben und Universität Augsburg getragen wird: „Diese Professur ist eine große inhaltliche Bereicherung für unsere Fakultät.“

Ausgangspunkt der Regionalgeschichtsforschung ist Bayern und besonders Schwaben. Es wurden für den regionalhistorischen Zugriff vor allem mikrohistorische Studien in verschiedenen Themenfeldern genutzt, in denen das Große im Kleinen sichtbar wird, sich das Kleine aber auch als besonderer und wichtiger Bestandteil des Großen erweist. In Studium und Lehre waren Studierende direkt und ganz persönlich in die Erforschung „ihrer“ Geschichte vor Ort in Günzburg, Friedberg oder im Allgäu eingebunden. „Das“, so zeigte sich Prof. Dr. Marita Krauss überzeugt, „wird insbesondere den künftigen Lehrerinnen und Lehrern helfen, wiederum unter den eigenen Schülerinnen und Schülern Interesse und Lust an Geschichtsforschung zu wecken.“

Ausweis der Forschungsaktivitäten sind die zahlreichen Publikationen des Lehrstuhls. Es entstanden Bücher zum Thema des inzwischen universitätsweiten Forschungsschwerpunkts Environmental Humanities (z.B. mit Jens Soentgen und Stefan Lindl: „Der gezähmte Lech. Ein Fluss der Extreme oder in diesem Jahr ein Buch zu „Landschaft, Umwelt, Identität“), zu Migration und Integration („Erinnerungskultur und Lebensläufe“) sowie Arbeiten, die sich mit Eliten in Wirtschaft und Verwaltung beschäftigen („Die bayerischen Kommerzienräte“; „Die Regierungspräsidenten von Schwaben“).

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