Schwäbische Kulturbeziehungen zur Bukowina in wissenschaftlicher Studie gewürdigt

21. April 2020 : Wechselseitige Ausstellungen, Theaterprojekte und gemeinsame Musikveranstaltungen: Die kulturellen Beziehungen zwischen dem Bezirk Schwaben und der Bukowina sind rege. So rege, dass sie nun eingehend in einer aktuellen Studie des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa, Stuttgart) über deutsch-ukrainische Kulturbeziehungen, die im Auftrag des Auswärtigen Amtes durchgeführt wurde, hervorgehoben werden:

„Die Regionalpartnerschaft Schwabens mit der Bukowina kann bis heute als eine der vielfältigsten Kommunalbeziehungen gelten, zumal mit einem Forschungsinstitut (dem Bukowina Institut an der Universität Augsburg), zahlreichen Kulturakteuren vor Ort, einer aktiven deutschen Minderheit in der Region und multinationalen Austauschprojekten, die von beiden Seiten getragen und forciert werden, sehr gute Bedingungen für Kulturaustausch und Bildung vorliegen.“

Eine Aussage, die Bezirkstagspräsident Martin Sailer und Dr. Katharina Haberkorn, die beim Bezirk Schwaben für die Partnerschaftsarbeit mit der Bukowina verantwortlich ist, sichtlich freut.

Seit der Maidan-Revolution 2014 habe sich in der Ukraine, zu der auch der nördliche Teil der Bukowina gehört, strukturell und kulturell viel verändert. „Dies führte auch zu neuen Impulsen in unserer Partnerschaftsarbeit“, so Katharina Haberkorn. Ein Beispiel: Das Augsburger Kulturformat „artist in residence“, lud 2017 den ukrainischen Regisseur Oleg Melnichuk ein, mit dem Team des S’ensemble Theaters eine Theaterperformance für das Augsburger Friedensfest zu erarbeiten. Im Folgenden wurde das Stück mehrfach in Augsburg, in Krakau (Polen) sowie in Tscherniwzi (Ukraine) aufgeführt. „Die Kontakte im Kulturbereich bestehen auch bei uns fort“, betont Haberkorn.

Zwar bremst derzeit die Corona-Krise auch die direkten internationalen Kontakte aus, „aber wir stehen weiterhin mit allen Partnern in Kontakt und sind bereit, die Arbeit, wenn die Umstände es wieder zulassen, tatkräftig fortzusetzen“, betont Katharina Haberkorn. Ganz konkret betreffe dies im Moment die geplante Fotoausstellung zu bukowinischen Mühlen und Klöstern im Klostermühlenmuseum in Thierhaupten, die nicht wie geplant im April eröffnet werden konnte. „Wir holen das nach - denn die Ausstellung ist ein gutes Beispiel für einen institutionellen Austausch, bei dem es nicht nur um Fragen der Ausstellung, sondern auch um Konzepte von Museen und Restaurationsarbeiten geht“, erläutert Haberkorn. Auch dafür gelte, was auch die Studie des Instituts für Auslandsbeziehungen zeige: „Ausdauer zahlt sich aus.“

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